Krise verhilft der Europa AG zum Siegeszug

Krise verhilft der Europa AG zum Siegeszug

Deutsche Konzerne und Familienunternehmer entscheiden sich immer häufiger für die Europäische Aktiengesellschaft. Die Hochburgen der Societas Europaea (SE) sind Bayern, NRW und Berlin

Bonn | 30. November 2009 – Deutsche Unternehmen stellen sich zunehmend für europaweites Wachstum auf. Das zeigt eine aktuelle Erhebung der FORIS AG in Bonn. Demnach hat die Krise den Trend zur Europäischen Aktiengesellschaft rasant beschleunigt. Im November 2009 waren 109 Unternehmen mit der Rechtsform Societas Europaea (SE) im Handelsregister eingetragen. 46 davon kamen allein in den letzten zwölf Krisenmonaten dazu.

So entschieden sich neben Konzernen wie dem Fahrzeugbauer MAN, dem Marktforscher GfK, dem Chemieproduzent SGL Carbon und dem Hersteller von Hygieneprodukten SCA Hygiene Products jüngst auch etliche Familienunternehmen wie die Schuhdynastie Deichmann und der Antriebs- und Automationsspezialist Lenze für die SE. 2009 gründeten zudem so bekannte Privatinvestoren wie die BMW-Anteilseignerin Susanne Klatten und ihr Bruder Stefan Quandt eigene SE-Holdings. ?Das Plus von über 40 Prozent SE-Neugründungen spiegelt den gestiegenen Wachstumsdruck in der Wirtschaft wider und den Wunsch, die Vorteile der verschiedenen Standorte auch innerhalb Europas flexibler nutzen zu können?, sagt Prof. Dr. Ulrich Tödtmann, Vorstand der FORIS AG und Honorarprofessor an der Universität Mannheim. Denn eines zeichnet sich immer deutlicher ab: Wachstum lässt sich für viele Unternehmen nur durch eine weitere Internationalisierung ihrer Geschäftsmodelle erreichen.

Hochburg des SE-Booms in Deutschland ist Bayern. Vor allem in München dem Stammsitz vieler Private Equity-Häuser hat sich eine neue Szene von Privatinvestoren etabliert. „Statt ihr Geld den Banken zu überlassen, investieren sie ihr Kapital lieber in eigene SE-Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaften, um es europaweit für sich arbeiten zu lassen“, erklärt Prof. Dr. Ulrich Tödtmann.

Auf Platz zwei der SE-Boomregionen rangiert Nordrhein-Westfalen. In Düsseldorf und dem Ruhrgebiet dem Sitz der großen Industrie- und Handelskonzerne in Deutschland ist das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Internationalisierung offenbar besonders hoch. Auf Platz 3 rangiert die Bundeshauptstadt Berlin als Drehkreuz nach Osteuropa.

„Mit der SE sind die Unternehmen in der Lage, europaweit ohne viel Bürokratie und Zeitaufwand flexibel neue Betriebe zu eröffnen und einzugliedern“, sagt Tödtmann. Daneben ist die SE eine ideale Transaktionsplattform für Fusionen und grenzübergreifende Kooperationen. Vor allem aber können Unternehmen ihre Standorte überall in Europa mit einer einzigen Rechtsstruktur, einer einheitlichen Geschäftsführung und einem einheitlichen Berichtssystem steuern.

Mit dem Trend zur SE erfüllen die Unternehmen jetzt – fünf Jahre nach ihrer Einführung – die Vision ihrer Erfinder in Brüssel. Aus Sicht der EU braucht Europa dringend paneuropäisch aufgestellte Unternehmen, die den immer stärker werdenden Marktgiganten aus Amerika und Asien Paroli bieten.

 

Ranking der Bundesländer mit den meisten Societas Europaea (SE)

Rang Bundesland Zahl der SE?s insgesamt davon Neugründungen in den letzten 12 Monaten
1. Bayern 37 11
2. NRW 23 13
3. Berlin 13 6
4. Hessen 11 5
5. Baden-Württemberg 8 3
6. Niedersachsen 6 4
7. Rheinland-Pfalz 4 1
8. Bremen 2 keine
8. Sachsen 2 2
9. Saarland 1 keine
9. Sachsen-Anhalt 1 keine
9. Hamburg 1 keine
10. Brandenburg keine keine
10. Mecklenburg-Vorpommern keine keine
10. Schleswig-Holstein keine keine
10. Thüringen keine keine
Gesamt 109 46

Quelle: FORIS AG, Unternehmensregister.de, Stand: November 2009

Von den 109 derzeit aktiven SEs sind 73 in Industrie und Handel als „ganz normale Unternehmen“ operativ tätig, 23 SEs fungieren als Beteiligungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaften. 13 SEs sind so genannte Vorratsgesellschaften: Das sind bereits fertig gegründete Unternehmen, die noch nicht geschäftlich aktiv sind. Eine detaillierte Auflistung aller SEs in Deutschland nach Bundesländern, Bestands- und Neugründungen sortiert ist bei Bedarf abrufbar.

 

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