LegalTech – Bloßer Hype oder echter Paradigmenwechsel?

LegalTech – Bloßer Hype oder echter Paradigmenwechsel?

FORIS AG und AdvoAssist legen größte Umfrage im deutschen Anwaltsmarkt zum Thema LegalTech vor. Anwältinnen und Anwälte erwarten durch Megatrend „Digitalisierung“ drastische Veränderungen ihrer Arbeit und leichteren Zugang zum Recht für Mandanten.

Bonn | 11. April 2019 – Gemeinsam mit dem Prozessfinanzierer FORIS hat AdvoAssist, Deutschlands größtes Netzwerk für anwaltliche Terminvertretung, eine Umfrage unter Rechtsanwälten zum Thema „Legal Tech – Hype oder Paradigmenwechsel“ durchgeführt. Die ersten Ergebnisse der repräsentativen Studie liegen nun vor. „Wir legen mit unserer aktuellen Legal-Tech-Studie eine der größten Analysen des deutschen Anwaltsmarktes vor. Die rege Teilnahme zeigt, wie wichtig den Anwältinnen und Anwälten das Thema Digitalisierung ist. Die Spanne der beteiligten Kanzleien reicht vom Einzelanwalt bis hin zu Partnergesellschaften mit über 1.000 Anwälten“, sagt Alexander Kihm, Partner bei AdvoAssist. Einig sind sich die befragten Juristinnen und Juristen bei der Einschätzung, dass nichts ihre Arbeit in den kommenden fünf Jahren so stark verändern wird, wie die Digitalisierung. Immerhin 69 Prozent geben an, dass der Einsatz digitaler Technologien ihre Kanzlei „sehr stark“ oder „stark“ beeinflussen wird. „Die Zahlen zeigen: Die Anwälte sind sich durchaus bewusst, welche Herausforderungen da auf sie zurollen“, sagt FORIS-Vorstand Hanns-Ferdinand Müller.

Ein weiterer wichtiger Trend ist laut Studie die zunehmende fachliche Spezialisierung. 56 Prozent der Juristinnen und Juristen erwarten hierdurch eine sehr starke oder starke Beeinflussung der Kanzleilandschaft in den kommenden fünf Jahren. Auf Rang drei folgt mit 49 Prozent dann wieder etwas aus der digitalen Welt: Die Nutzung mobiler Anwendungen, die im Rechtsbereich verglichen mit anderen Branchen noch nicht so stark verbreitet ist, dürfte laut Umfrageergebnis zukünftig deutlich tiefer in die anwaltlichen Arbeitsabläufe eingreifen.

Auf die Frage, was in den kommenden fünf bis zehn Jahren konkret von der Digitalisierung betroffen sein könnte, wird mit Blick auf die Mandantenbetreuung vor allem die Aufnahme von Sachverhalten genannt (z.B. Online-Formulare für Verkehrsdelikte oder einvernehmliche Scheidungen anstelle eines persönlichen Gesprächs mit dem Anwalt). Hier erwarten 39 Prozent, dass digitale Prozesse sich sehr stark oder stark durchsetzen werden. Zudem erwarten die Anwältinnen und Anwälte eine stärkere „Demokratisierung des Rechts“, also den Zugang zur Rechtsvertretung ohne Kostenrisiko via spezieller Internetportale, für besonders wahrscheinlich (ein Beispiel sind hier bereits heute Portale zur Geltendmachung von Entschädigungen bei Flugverspätungen). 33 Prozent erwarten eine sehr starke oder starke Durchsetzung dieses Trends. Knapp dahinter folgen mit 32 Prozent die Digitalisierung der Vertragserstellung und mit 31 Prozent die Digitalisierung von Vertragsabschlüssen.

„Als Fazit lässt sich sagen, dass die Anwälte für viele Mandanten in den kommenden Jahren eine deutliche Vereinfachung des Zugangs zum Recht erwarten“, sagt Jan Simon Raue, ebenfalls Partner bei AdvoAssist. FORIS-Vorstand Müller ist überzeugt: „Dieses Ergebnis korrespondiert gut mit den klar erkennbaren Megatrends Digitalisierung und Spezialisierung. In einer Welt, in der gerade bei rechtlich nicht so komplexen Themen die Abläufe verstärkt von lernenden Algorithmen übernommen werden, müssen die Kanzleien sich zunehmend auf die Rechtsbereiche spezialisieren, in denen die zu klärenden Fragen individueller und komplexer sind.“

Für die kommenden Monate kündigen AdvoAssist und FORIS die Veröffentlichung weiterer Ergebnisse der Studie an. Zudem sind die neuesten Erkenntnisse der Untersuchung unter www.advo-assist.de/rechtsmarktforschung/ im Internet abrufbar.

 

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Über die FORIS AG

Die FORIS AG gilt als Pionier der Prozessfinanzierung. Seit 1998, als sie die damals neuartige und heute weltweit anerkannte Dienstleistung in Deutschland einführte, übernimmt die FORIS AG die Kosten für Gerichtsprozesse und Schiedsverfahren gegen eine erfolgsabhängige Erlösbeteiligung. Insgesamt hat die FORIS AG in den vergangenen Jahren Prozesse mit einem Gesamtstreitwert von rund 1,3 Milliarden Euro finanziert und ihre Kunden dabei unterstützt, Konflikte risikoarm und effizient zu lösen.

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