Reduzierung des Steueraufwandes führt zu positivem Ergebnis für das Jahr 2016

Das Halbjahresergebnis 2016 der FORIS AG war, wie die Gesellschaft auch durch ad hoc-Meldung vom 29. Juni 2016 mitgeteilt hat, durch eine Entscheidung des Bundesfinanzhofes zur steuerlichen Behandlung des Geschäftsbereiches Vorratsgesellschaften in Höhe von insgesamt rund 1.365 TEUR außerordentlich belastet worden. Die Berechnung erfolgte auf Basis des telefonisch durch das Gericht mitgeteilten Urteilstenors. Der Steueraufwand resultierte sowohl aus der bilanziellen Berücksichtigung der streitbefangenen Jahre bis 2009 und der Folgejahre bis einschließlich 2016 als auch den Auswirkungen auf die latenten Steuererstattungsansprüche und hat das Risiko der vollständigen Klageabweisung berücksichtigt.

Nach Auswertung der Urteilsbegründung, die am 5. Oktober 2016 vom BFH bekannt gemacht wurde, sowie unter Berücksichtigung und Auswertung der im Dezember 2016 ergangenen Bescheide der Finanzverwaltung fällt die steuerliche Belastung nunmehr deutlich niedriger aus, als nach dem Urteilstenor zu erwarten war.

Die vollständige Einbeziehung der Bescheide für das Jahr 2015 und deren Anwendung auf die vergangenen – von dem Rechtstreit befangenen - Jahre führt zu einer Reduzierung der bisher berücksichtigten steuerlichen Belastung um rund 991 TEUR. Die Bescheide für die Jahre 2010 bis 2015 stehen unter dem Vorbehalt der Nachprüfung. Insgesamt beträgt die steuerliche Mehrbelastung für das Geschäftsjahr 2016 damit voraussichtlich noch rund 374 TEUR. Nach aktuellem Kenntnisstand der Gesellschaft wird das vorläufige Konzernergebnis 2016 daher nach Steuern einen Betrag zwischen 650 TEUR und 780 TEUR erreichen. Insbesondere aufgrund der Risiken im Bereich der Prozessfinanzierung kann das abschließende Konzernergebnis hiervon deutlich abweichen.

Ralf BraunRalf Braun Diplom Volkswirt
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