Düsseldorf, Bonn - 08. Januar 2019 – Klagen ist in Deutschland ein teures Vergnügen. Manchmal übersteigt das mit einer Klage verbundene Kostenrisiko sogar die Schadenssumme. Die Folge: Gerade wenn es gegen finanziell potente Gegner wie etwa Wirtschaftskonzerne geht, verzichten viele Geschädigte auf den Gang vor Gericht. Das soll sich zumindest für Fälle mit vielen Betroffenen durch die Musterfeststellungsklage ändern. Diese neue Klageform ermöglicht es Verbänden im Namen einer großen Zahl von Klägern gegen Konzerne vorzugehen. Potenziell Geschädigte können sich der Klage kostenlos anschließen. Seit wenigen Wochen läuft der Fall „VW-Diesel-PKW-Käufer gegen Volkswagen“ als erste Klage dieser Art.

 

„Die Musterfeststellungsklage wird an den grundsätzlichen Problemen, unter denen bereits die vor einigen Jahren für geschädigte Kapitalanleger eingeführte Musterklage leidet, nichts ändern. Die Verfahren dauern zu lange, die Konzerne haben nach wie vor kaum Anlass, Vergleiche zu schließen und im Anschluss an einen möglichen Erfolg vor Gericht, müssen die Kläger ihren eigenen Schadenersatz doch wieder individuell einklagen“, kritisiert Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz). Gerade wenn es um kapitalmarktrechtliche Fragen gehe, sei es besser, den direkten Klageweg ohne Kostenrisiko zu ermöglichen. „Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, mit der FORIS AG, einem der renommiertesten deutschen Prozessfinanzierer, einen Kooperationsvertrag zu schließen. Damit ermöglichen wir betroffenen Anlegern in geeigneten Fällen den risikolosen Klageweg ohne Umwege“, kündigt Tüngler an.

 

„In den letzten Jahren ist es gerade im Bereich des Kapitalmarktrechts immer wieder zu Schadensfällen mit vielen Geschädigten und sehr hohen Schadenssummen gekommen. Bei etlichen davon, hat nur ein kleiner Teil der Betroffenen den Rechtsweg beschritten. Mit der jetzt geschlossenen Kooperation mit der DSW wollen wir das ändern“, ergänzt FORIS-Vorstand Hanns-Ferdinand Müller.

 

Der Vertrag zwischen der Anlegerschutzorganisation DSW und der FORIS AG sieht unter anderem vor, dass die FORIS AG im Rahmen der vereinbarten Exklusivität als Prozessfinanzierer die Kosten von Rechtsstreitigkeiten gegen eine erfolgsabhängige Erlösbeteiligung übernimmt. Über die Finanzierung hinaus haben sich beide Seiten auf weitere Dienstleistungen geeinigt, die Kapitalanleger frühzeitig über eingetretene oder drohende Schäden durch Kapitalanlageprodukte informieren sollen und über die Möglichkeiten, die Kostenrisiken der Rechtsverfolgung gering zu halten.

 

Kontakt:

DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V.)

Jürgen Kurz (Pressesprecher)

Tel.: 0211 / 6697-61

e-mail: juergen.kurz@dsw-info.de

 

Über die DSW

 

Die DSW wurde 1947 gegründet und ist heute mit ca. 30.000 Mitgliedern der führende deutsche Verband für private Anleger. Neben der politischen Interessenvertretung in Berlin und Brüssel stellt die DSW ein umfassendes Serviceangebot für ihre Mitglieder bereit. Hierzu gehören neben der kostenlosen außergerichtlichen Erstberatung in allen Fragen rund um Kapitalanlagen auch die Klärung grundsätzlicher Rechtsfragen per Musterprozess sowie die Vertretung der Interessen privater Anleger auf jährlich rund 700 Hauptversammlungen. Ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld ist der Bereich der Investmentclubs. Die Schutzvereinigung ist Dachverband der ca. 7.000 deutschen Investmentclubs. Sie unterstützt interessierte Anleger bei der Gründung neuer Clubs und steht den Clubs bei Problemen mit kompetenter Beratung zur Seite. Neben diesen Dienstleistungen für Mitglieder ist es das erklärte Ziel der DSW, die Aktienkultur in Deutschland zu fördern und das Wissen über das Anlagemedium Aktie zu verbessern. Hierfür veranstaltet die Schutzvereinigung jährlich rund 100 Seminare und Aktienforen zu unterschiedlichen Themen rund um die Börse. 

 

 

Über die FORIS AG

 

Die FORIS AG gilt als Pionier der Prozessfinanzierung. Seit 1996, als sie die damals neuartige und heute weltweit anerkannte Dienstleistung in Deutschland einführte, übernimmt die FORIS AG die Kosten für Gerichtsprozesse und Schiedsverfahren gegen eine erfolgsabhängige Erlösbeteiligung. Insgesamt hat die FORIS AG in den vergangenen Jahren Prozesse mit einem Gesamtstreitwert von über 811 Millionen Euro finanziert und ihre Kunden dabei unterstützt, Konflikte risikoarm und effizient zu lösen. Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, ihre Rechtsansprüche schon vor Beginn eines Gerichtsprozesses zu liquidieren (Cash Advance). Die FORIS AG zahlt im Einzelfall einen Teil der Forderung vorab aus und verschafft Unternehmen damit frühzeitig zusätzliche Liquidität. Die FORIS AG bietet Kunden und Kooperationspartnern daneben den Erwerb von Vorrats- und Projektgesellschaften an, um ihnen bei Unternehmensgründung und im Projektgeschäft mit schnellen und rechtssicheren Lösungen zur Seite zu stehen. Innerhalb der FORIS-Unternehmensgruppe steht zudem mit der GO AHEAD ein leistungsstarker Partner für die Gründung und Betreuung ausländischer Gesellschaften zur Verfügung. Die GO AHEAD ist Marktführer bei Gründung und Verkauf von Limited-Gesellschaften.

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